Baustoffe im Fokus - von Bambus bis Beton: Der Tagungsband zu den 29. Hanseatischen Sanierungstagen

Die 29. Hanseatischen Sanierungstage standen unter dem Motto »Baustoffe im Fokus - von Bambus bis Beton«. Der Tagungsband stellt die im Rahmen der Veranstaltung gehaltenen Vorträge zur Verfügung.

Entsprechend dem Titel des Buches wird inhaltlich ein weiter Bogen über die unterschiedlichen Baustoffe gespannt. Von den Möglichkeiten und Grenzen bei der Kombination verschiedener Abdichtungsstoffe aus der Sicht des Sachverständigen, des Herstellers sowie der Materialprüfung, über die Schadensvermeidung beim Holzbau bis hin zu aktuellen Fragen zu Umweltaspekten wie z.B. Radonsicheres Bauen oder der Umgang mit Fogging oder Chloranisol, weist der Tagungsband wieder ein breites Spektrum an Vorträgen auf. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Vertiefungsthema Beton.

Der Tagungsband ist über die Geschäftsstelle ab sofort für 50,- Euro zzgl. MwSt. erhältlich.

Großer Erfolg für 29. Hanseatischen Sanierungstage

Über 400 Gäste trafen sich in Heringsdorf/ Fortsetzung 2019 in Lübeck 

Ein voller Erfolg waren die 29. Hanseatischen Sanierungstage in Heringsdorf auf Usedom. Rund 400 Gäste und Aussteller, Referenten und Studenten nahmen an der dreitägigen Veranstaltung unter dem Titel „Baustoffe im Fokus – von Bambus bis Beton“ teil. Eine Rekordzahl von 55 Ausstellern konnte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Feuchte & Altbausanierung, Detlef Krause, anlässlich der Begrüßung verkünden. Ebenfalls eine rekordverdächtige Zahl bot die Verleihung des Nachwuchs-Innovationspreises mit erstmals gleich drei jungen Frauen als Preisträgerinnen. 

Neben den vielfältigen Beiträgen galt die besondere Aufmerksamkeit in diesem Jahr dem Keynote Speaker Michael Braungart mit seinem Vortrag „Cradle to Cradle – jenseits von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“. Der Referent stellte die Vision einer abfallfreien Wirtschaft dar, in der jedes verwendete Material als Nährstoff für die Bio- bzw. Technosphäre dient. Anstatt auf Effizienzsteigerung zu setzen wie dies konventionelle Nachhaltigkeitsstrategien propagieren, gehe es bei Cradle to Cradle um die Steigerung der Ökoeffektivität. Weitere Themen wie „Der Koloss von Rügen“, „Prora – Bauphysikalische Möglichkeiten und Grenzen“ und ebenso „Radonsicheres Bauen unter Berücksichtigung des neuen Deutschen Strahlenschutzgesetzes“ oder „Aktuelle Schadstoffproblematik – Umgang mit Fogging und Chloranisol“ standen ebenfalls im Fokus. 

Der eigentlichen Eröffnung durch den BuFAS-Vorstandsvorsitzenden Prof. Axel Rahn war – wie bereits in den beiden vorangegangenen Jahren - ein Workshop vorgeschaltet: Praktiker, Professoren und Studenten diskutierten über Wege und Möglichkeiten, die Kommunikation zwischen Praxis und Hochschule zu verbessern, den Austausch zu intensivieren. 

Weiterer Höhepunkt bildete die Vergabe des Nachwuchs-Innovationspreises Bauwerkserhaltung, der in diesem Jahr an Jennifer Hof mit ihrem Thema „Konzeptionierung und Ausführung eines Messsystems zur Dauerüberwachung der strukturellen Integrität des Blauen Turms in Bad Wimpfen“ ging. Gratulationen als Zweitplatzierte nahmen Elisabeth Erbes und Leonore Jonasch entgegen. Das Grußwort für diesen Programmpart hatte, wie bereits im vergangenen Jahr, Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern inne. 

In humorvoller Atmosphäre mit entsprechend „mahnendem“ Hintergrund wurde bereits traditionell die „Rote Laterne“ anlässlich des Festabends verliehen. In diesem Jahr erhielt diese Laterne der Referent Peter Neuling, der seinen Beitrag mit großer Verspätung eingereicht hatte. Ausklang der Hanseatischen Sanierungstage bildete die Exkursion zur Schloss- und Gutshofanlage Ludwigsburg in Loissin.

Bereits in seiner Begrüßung hatte Prof. Axel C. Rahn darauf hingewiesen, dass die kommenden, dann 30. Hanseatischen Sanierungstage vom 7. bis zum 9. November, nicht auf Usedom sondern in Lübeck umgesetzt werden. Sowohl die bequemere Anreise und bessere Bahnanbindung als auch die wesentlich größeren Entfaltungsmöglichkeiten in der Musik- und Kongresshalle Lübeck seien nur einige Beweggründe, den Standort zu verlagern.

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